STEAG Fernwärme GmbH

Die Energieeinsparverordnung (EnEV)

Novellierung der EnEV von Oktober 2013

Nach 2009 hat die Bundesregierung erneut eine Novelle der Energieeinsparverordnung verabschiedet. Neubauten müssen ab 1. Januar 2016 eine um 25 % höhere Gesamtenergieeffizienz erreichen.

Für Altbauten besteht ab 2015 eine Austauschpflicht für Öl- und Gaskessel, die vor 1985 eingebaut wurden. Wurden diese Anlagen nach dem 1. Januar 1985 eingebaut, müssen sie nach 30 Jahren ersetzt werden.

Weitere Details und Ausnahmen zu den neuen Regelungen bzw. Änderungen der EnEV finden Sie auf der Homepage der Opens external link in new windowDeutschen Energie-Agentur (dena).


Primärenergiefaktor - Vorteil für Fernwärmekunden und Planer

Seit dem Inkrafttreten der EnEV hat Fernwärme zusätzlich an Attraktivität gewonnen, denn bei Gebäuden, die zu mindestens 70 % mit Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung versorgt werden, ist keine Begrenzung des Jahres-Primärenergiebedarfs vorgegeben. Aus diesem Grund hat STEAG Fernwärme den Primärenergiefaktor im Verbund der Fernwärmeschiene Ruhr nach FW 309-1 zertifizieren lassen. Auf Basis der Betriebsdaten der Jahre 2009 bis 2011 wurde danach bei einer Wärmebereitstellung von 90,4 % aus Kraft-Wärme-Kopplung ein Primärenergiefaktor von fPE,WV = 0,39 ermittelt. Im Vergleich zu Primärenergiefaktoren von Heizöl oder Erdgas von 1,1 (nach FW 309-1) hat dies zur Folge, dass bei Fernwärmeversorgung von STEAG Gebäudeeigentümer weniger in Anlagentechnik und Wärmedämmung zu investieren haben und somit größeren Spielraum bei der Gestaltung und der Finanzierung des Gebäudes finden.

Energiesparverordnung


Ziel der EnEV

Seit dem 1. Februar 2002 gelten die Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), die die bisher in der Wärmeschutzverordnung (WSchV) und der Heizungsanlagenverordnung (HeizAnlV) getrennt geregelten Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz und an die Versorgungstechnik zusammenfasst und verschärft.

Grundsätzliches Ziel der EnEV ist es, über die Senkung des Energiebedarfs die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dafür müssen neben den Neubauten auch die Altbauten berücksichtigt werden, da die vor 1978 erbauten Häuser etwa 70% des deutschen Gebäudebestands ausmachen und etwa 80% des Energieeinsparpotenzials bieten.

 

Auswirkungen auf Neubauten und Altbauten

Für alle Neubauten und bei wesentlichen Änderungen an Altbauten muss der als Qualitätsnachweis für Behörden, Hausbesitzer und Mieter dienende Energiebedarfsausweis erstellt werden.

Entscheidend ist neben Wärmeverlusten eines Gebäudes durch seine Hülle (Transmissionswärmeverluste) der Primärenergiebedarf. Als Maß der energetischen Güte des Energieträgers dient der Primärenergiefaktor, der das Verhältnis zwischen eingesetzter Primärenergie und abgegebener Fernwärmemenge widerspiegelt. Der Primärenergiefaktor berücksichtigt somit auch die bei der Förderung bzw. Erzeugung und beim Transport entstehenden Verluste.

Kundencenter

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