KiTa der evangelischen Kirche an der Horsthofstraße eröffnet

Betreuungsangebot startete zum 1. März. Fünfgruppige KiTa bietet Platz für 100 Kinder

 

Bottrop/Essen. Die neue Kindertageseinrichtung an der Bottroper Horsthofstraße 17 überzeugt nicht nur architektonisch mit einem komfortablen, lichtdurchfluteten Raumkonzept, sondern auch mit einer zukunftsweisenden Heizungs- und Klimatechnik: Auf umweltschonende Weise wird die neue KiTa im Winter mit der notwendigen Heizwärme und im Sommer mit effizienter Kühlung versorgt.

Seit dem 1. März ist der neue Kindergarten in Betrieb. „Bis auf ein noch fehlendes Türelement im Windfang konnten wir den Innenbereich komplett fertig stellen“, freut sich Stephan Patz, Geschäftsführer der städtischen Baugesellschaft GBB. Bis Mai sollten mit dem warmen Wetter dann auch die Außenanlagen mit Terrassen, Sinnespfaden, Spielgeräten und Bobby-Car-Rennstrecke komplett hergestellt sein.

Neue KiTa verbessert Betreuungssituation in Kirchhellen erheblich
Mit dem sehnsüchtig erwarteten Gebäude, das die kritische Kinderbetreuungssituation in Kirchhellen erheblich entspannt, zeigt sich Stefanie Reich, Fachbereichsleiterin Elementare Bildung und Schule der Evangelischen Kirche Bottrop, hoch zufrieden: „Unsere neue KiTa an der Horsthofstraße ist wirklich etwas ganz Besonderes, allein durch die Größe, die Ausstattung und die sehr geschmackvolle Gestaltung. Die Kinder und die Mitarbeitenden fühlen sich vom ersten Moment an sichtlich wohl.“ Auf über 1.000 Quadratmetern und zwei Etagen gibt es viel Platz, auch an sehr großzügige Abstellräume und sogar einen von außen zugänglichen Raum zum Reinigen und Lagern von Sandspielzeug wurde gedacht – all dies ist sehr praktikabel, aber auch längst nicht selbstverständlich oder gar Standard.

Kindgerechte Innovation bei der baulichen Gestaltung
Weitere Highlights sind die Schmutzschleusen, in denen sich Kinder, die von draußen kommen, zunächst umziehen können, um Sand und Schmutz nicht in die Gruppenräume zu tragen. Das Gebäude ist komplett barrierefrei und verfügt sogar über einen Aufzug. Das Licht, das durch die Dachkuppel fällt und den großzügigen Flurbereich belichtet, erhellt durch einen großen Glasboden auch das untere Gartengeschoss und sorgt auch dort für Tageslicht und ein freundliches Ambiente. Außerdem können die Kinder über die Etagen durch die Dachkuppel bis in den Himmel blicken – das ist wirklich etwas ganz Besonderes. Auch in den Gruppenräumen sorgen die raumhohen Fensterelemente für viel Tageslicht.

Nachhaltiges Baukonzept
Im Hochsommer wird sich schließlich zeigen, dass die Themen Hitzeschutz und Nachhaltigkeit bei der Planung der neuen KiTa eine besondere Rolle gespielt haben. „Die Dachbegrünung wird den Wärmeeintrag im Sommer deutlich senken, außerdem kann Regenwasser verdunsten, statt im Kanal zu verschwinden. Alle Fenster können verschattet werden, das speziell beschichtete Glas der Dachkuppel lässt wesentlich weniger Hitze durch. Damit ist das Gebäude auch für künftig häufiger zu erwartende Hitzeperioden gewappnet“, so Bauherr Stephan Patz.

Innovative Klimatechnik
Wesentlich trägt dazu auch das Kooperationsprojekt der Essener Energiespezialisten von STEAG bei, die die Heizungsanlage geplant und ausgelegt haben und auch betreiben werden. „Die Luft-Wasser-Wärmepumpe verwendet die in der Außenluft vorhandene Wärmeenergie zum Heizen und verbraucht keine fossilen Energien. Sie ist leise, sparsam und umweltfreundlich. Außerdem kann die Anlage der Firma Waterkotte im Umkehrbetrieb auch kühlen. So wird bei Hitze dem Innenraum die Wärme entzogen und nach außen abgeführt – jedoch nicht durch punktuell kalte Zugluft wie bei einer Klimaanlage, sondern angenehm und gleichmäßig durch gekühltes Wasser, das durch die Fußbodenheizung fließt“, so Monika Klement, die Leiterin der Geschäftsfeldentwicklung der STEAG Fernwärme GmbH.

Den Einsatz innovativer Klimatechnik unterstützt der Technische Beigeordnete der Stadt Bottrop, Klaus Müller ausdrücklich: „Ich freue mich sehr, dass die GBB als städtische Tochter wieder einmal mit einem innovativen und klimagerechten Gebäudekonzept vorangeht!"

Wissenschaftliche Begleitung
Die Anlagentechnik der Wärmepumpe ist außerdem mit vielen Sensoren und Zwischenzählern ausgestattet und wird von Studierenden der Hochschule Ruhr West fernüberwacht, um jederzeit alle Kenndaten der Anlage auswerten zu können und Erfahrung mit der Technik zu sammeln. So ist die neue KiTa zugleich auch ein Pilotprojekt, dessen Ergebnisse mithelfen werden, die lokale Energiewende erfolgreich zu gestalten. Prof. Dr. Sylvia Schädlich von der HRW hat schon mehrere solcher Praxisprojekte in Bottrop und Umgebung betreut: „Für die Studierenden sind diese praxisnahen, wissenschaftsbasierten und sozialrelevanten Projekte ein wichtiger Baustein für den Kompetenzerwerb im Studium. Sie lernen in der Praxis worauf es im Berufsleben ankommt – und die Verzahnung der Hochschule mit den Unternehmen und Institutionen in der Region wird intensiver.“

Projekt passt zu InnovationCity Bottrop
„Dieses Projekt passt perfekt zur InnovationCity Bottrop“, zeigt sich InnovationCity-Geschäftsführer Burkhard Drescher überzeugt. „In bestehenden Gebäuden lassen sich Wärmepumpen leider häufig nur schwer umsetzen. Ihren großen Nutzen für den Klimaschutz in Neubauten zu untermauern, halte ich daher für sehr wichtig. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Energiewende in Bottrop.“

Die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop, die Evangelische Kirche Bottrop und STEAG wünschen der KiTa und ihren Kindern gemeinsam mit allen Projektpartnern von Herzen alles Gute – mögen dort viele junge Kirchhellener Jungs und Mädels glückliche Zeit verbringen.


Bildunterschrift: (v.l.n.r.): Petra Stehnkamp (sitzend, KiTa Leiterin), Johanna Kaufmann (sitzend, Gruppenleiterin „Villa Kinder“), Burkhard Drescher, (stehend, Gf. InnovationCity), Torsten Sprenger (stehend, Hochschule Ruhr West), Prof. Dr.-Ing. Sylvia Schädlich (stehend, Hochschule Ruhr West), Nadine Krzykawski (stehend, Studentin Hochschule Ruhr West), Stefan Patz (stehend, Gf. GBB GmbH), Monika Klement (stehend, STEAG Fernwärme), Prof. Dr.-Ing. Susanne Staude (stehend, Präsidentin Hochschule Ruhr West), Klaus Müller (stehend, Beigeordneter der Stadt Bottrop), Nicole Klinger (sitzend davor, Ev. Kirchengemeinde Bottrop) u. Stefanie Reich (sitzend davor, Ev. Kirchengemeinde Bottrop). Im Vordergrund zu sehen: die Kinder der „Villa Gruppe“ aus der KiTa Horsthofstraße.