EPH-Tochter erwirbt STEAG Power Minerals

EPPE stärkt seine Position im nachhaltigen Geschäft und investiert in STEAG Power Minerals

Prag/Essen. EP Power Europe, a.s. (EPPE), eine Tochtergesellschaft der Energetický a průmyslový holding, a.s. (EPH), hat am Mittwoch, 10. März 2021, mit der STEAG GmbH einen Vertrag über den Kauf der Anteile an der STEAG Power Minerals GmbH (SPM) unterzeichnet. SPM ist ein europaweit führender Anbieter von Kraftwerksnebenprodukten (insbesondere Flugasche und REA-Gips) und Einwegstrahlmitteln, der seinen Kunden hilft, den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. SPM bietet auch eine breite Palette von Dienstleistungen im Bereich Abfallmanagement an. Mit diesem Schritt bestätigt EPPE seine langfristige Absicht, seine Position im Segment der nachhaltigen Entwicklung und umweltfreundlichen Lösungen zu stärken.

Als Nebenprodukt der Verbrennung in einem Steinkohlekraftwerk dient Flugasche als sehr ökologischer und kostengünstiger Ersatz für Klinker in der Zementproduktion (bis zu 30 %). Flugasche reduziert den CO2-Fußabdruck (1 Tonne Klinker erzeugt ca. 0,8 Tonnen CO2) sowie die Inputkosten erheblich und verbessert die Zementqualität für die Bauindustrie. Bauherren bevorzugen REA-Gips gegenüber Naturgips vor allem wegen seiner Reinheit und seiner günstigen Umwelt- und CO2-Eigenschaften. Da die Kohleverstromung in den meisten Ländern Europas für eine bestimmte Zeit als Brückentechnologie bestehen bleiben wird, trägt die Verarbeitung von Flugasche wesentlich zur Reduzierung der Umweltbelastung bei, was in die gesamte Nachhaltigkeitsstrategie von EPPE einzahlt. SPM sucht und investiert in Projekte mit alternativen Materialquellen, um die langfristige Nachhaltigkeit des Unternehmens sicherzustellen.

„STEAG Power Minerals ist einer der europäischen Marktführer im Segment der Flugascheaufbereitung, und deren Einsatz spart CO2-Emissionen, was unser langfristiges Ziel der nachhaltigen Entwicklung ist. Deshalb freuen wir uns, die Verantwortung für rund 155 hochqualifizierte SPM-Mitarbeiter zu übernehmen, und dank der SPM-Akquisition können wir diese schonende Art der Zementherstellung, eine Schlüsselkomponente in der Bauindustrie, in unser Portfolio aufnehmen", sagt EPPE-Vorstandsmitglied Tomáš Novotný.

STEAG ist derweil zufrieden, mit SPM einen Weg geebnet zu haben, der unter einem neuen Eigentümer verlässliche Chancen für eine weitere Entwicklung und kontinuierlichen wirtschaftlichen Erfolg bietet. „Wir sind überzeugt, dass die getroffene Vereinbarung mit EPPE die bestmögliche Option sowohl für SPM und ihre Mitarbeiter als auch für STEAG ist, die sich mitten in einem Transformationsprozess befindet und sich auf neue Geschäftsfelder in den zukünftigen Energiemärkten ausrichtet", sagt Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der STEAG GmbH.

Da das Profil von SPM nach dem beschlossenen Kohleausstieg in Deutschland nicht mehr zu STEAG passt, „war der Verkauf von SPM eine Entscheidung, die wir nicht mit dem Herzen getroffen haben, sondern aus der fürsorglichen Verantwortung zum Wohle der SPM und der Sicherheit der Arbeitsplätze ihrer Mitarbeiter", ergänzt Joachim Rumstadt. Der Vollzug der Akquisition steht unter dem Vorbehalt entsprechender Genehmigungen, insbesondere der Wettbewerbsbehörden, und wird voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen sein.

Über die kommerziellen Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.