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  • Bauarbeiten für die Osttrasse gehen in die zweite Runde

    Neue Fernwärme-Hauptleitung versorgt in Zukunft den Essener Osten sicher und zuverlässig mit klimafreundlicher Heizenergie

    Essen. Am Montag, 26. August, beginnen in der Eleonorastraße, Ecke Rellinghauser Straße die Arbeiten für den nächsten Bauabschnitt der sogenannten Osttrasse. Die neue Fernwärme-Hauptleitung soll Ende des Jahres 2020 den Essener Osten mit klimafreundlicher Heizenergie versorgen und so in naher Zukunft die CO2-Bilanz der Stadt verbessern. Damit das heiße Wasser die Haushalte erreicht, verlegt die STEAG Fernwärme Essen GmbH & Co. KG, ein Gemeinschaftsunternehmen der STEAG Fernwärme GmbH und der Stadtwerke Essen AG, in den kommenden Monaten bis zu 80 Zentimeter starke Leitungen unter der Erde.

    „Im Juni sind wir mit unserem ersten Bauabschnitt in der Kleinen Stoppenberger Straße erfolgreich gestartet. Wir unternehmen alles, damit das nun im zweiten Abschnitt ebenso gut klappt“, sagt Markus Manderfeld, Geschäftsführer der STEAG Fernwärme Essen GmbH & Co. KG.

    Die neue Osttrasse erschließt neun Essener Stadtteile ganz oder teilweise: Frillendorf, Kray, Huttrop, Südostviertel, Bergerhausen, Rüttenscheid, Stadtwald, Margarethenhöhe und Bredeney. Dort soll das Fernwärmenetz in den kommenden 15 Jahren auf 90 Kilometer Länge ausgebaut werden. Bürgerinnen und Bürger in den genannten Stadtteilen können dann die sichere und komfortable Wärmeversorgung nutzen und die Wärmewende vor Ort unterstützen. Über das neue Rohrleitungsnetz wird in Zukunft klimafreundliche Fernwärme für rechnerisch bis zu 20.000 Haushalte verteilt. Der Ausstoß von CO2-Emissionen im Osten der Stadt Essen kann somit um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Die Europäische Union und das Land Nordrhein-Westfalen fördern den Bau der Osttrasse mit rund acht Millionen Euro.

    Für die Erschließung muss zunächst eine sechs Kilometer lange Fernwärme-Hauptleitung unterirdisch verlegt werden. Konkret handelt es sich um zwei parallele Leitungen mit je einem Außendurchmesser von bis zu 80 Zentimeter. In dem einen Rohr wird zunächst das warme Wasser zum Kunden geleitet. Das zweite Rohr leitet das genutzte und abgekühlte Wasser zurück zum Einspeisepunkt.

    Die geplante Trasse teilt sich in drei Bauabschnitte auf:

    • Der erste Bauabschnitt startete bereits im Juni in der Kleinen Stoppenberger Straße und geht von der Goldschmidtstraße in die Gerlingstraße über. Der Bauabschnitt biegt danach auf die Burggrafenstraße ab und endet kurz hinter der Kreuzung Frillendorfer Straße vor dem Tunnel.
    • Der zweite Bauabschnitt beginnt am 26. August an der Eleonorastraße, Ecke Rellingha-user Straße und verläuft dann weiter in Richtung Müller-Breslau-Straße, Ecke Paulinen-straße. Danach soll es an der Huttrop- und der Töpferstraße weitergehen.
    • Der dritte Bauabschnitt wird gleich am Ende des ersten Bauabschnitts auf der Frillendor-fer Straße anschließen und verläuft von der Krampestraße über die Oberschlesienstraße bis hin zur Huttropstraße.

    Für jeden der drei Bauabschnitte ist jeweils eine rund einjährige Bauphase eingeplant. Die Arbeiten an den einzelnen Abschnitten werden zeitgleich ausgeführt, sodass die neue Osttrasse nach dem jetzigen Stand der Planungen Ende kommenden Jahres fertiggestellt sein wird. Aber welche Überraschungen im Essener Untergrund auf die Arbeiter und Ingenieure letztlich warten, zeigt sich erfahrungsgemäß immer erst, wenn die Schaufel in den Boden gesteckt wird.

    Die Arbeiten sind eng mit den städtischen Behörden abgestimmt, werden aber dennoch in den kommenden Monaten zwangsläufig zu gewissen Einschränkungen für Anwohnerinnen und Anwohner, für Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer führen. Die STEAG Fernwärme Essen GmbH & Co. KG und die ausführenden Unternehmen geben sich alle Mühe, die Unannehmlichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger auch beim zweiten Bauabschnitt wieder so gering wie möglich zu halten. Sollte doch etwas sein, freuen sich die Projektverantwortlichen auf Fragen, Anregungen und Hinweise unter: fernwaerme-ausbau@steag.com


    Stichwort EU-Förderung:
    Der Ausbau des Fernwärmenetzes in Essen ist ein maßgeblicher Beitrag zur Wärmewende und dem Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen. Aus diesem Grund wird der Bau der Osttrasse mit acht Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert, die durch das Land NRW im Rahmen der progres.nrw-Förderung vergeben werden.

    Stichwort Wärmewende:
    Die Wärmewende trägt wesentlich zum Gelingen der Energiewende in Deutschland bei, da ein großer Teil des Energieverbrauchs durch die Erzeugung von Heizungswärme in Haushalten entsteht. Durch die Wärmewende soll der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 reduziert werden, der zum Beispiel durch alte Heizungsanlagen entsteht. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Fernwärme. Zu einem großen Teil wird Fernwärme im umweltschonenden Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Das schützt Ressourcen und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung der Umwelt. Wärmewende ist aktiver Klimaschutz.